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Das „Haus der Region“ in Oestrich-Winkel – In der Zentrale der touristischen Vermarktung des Rheingau

Das Haus der Region in Oestrich-Winkel ist die Zentrale für die (touristische) Vermarktung der Region Rheingau. Wir haben Geschäftsführerin Andrea Engelmann vor Ort getroffen und neben einer kleinen Besichtigung der Räumlichkeiten Zeit für ein kleines Interview gefunden.

Ich bin Geschäftsführerin der Rheingauer Weinwerbung, des Rheingauer Weinbauverbandes, des Zweckverbandes Rheingau und der Rheingau-Taunus-Kultur und Tourismus GmbH – sozusagen die Schnittstelle zwischen den verschiedenen Organisationen hier im Haus der Region.

Andrea Engelmann

Das Haus der Region gilt als „Zentrale für die Ansprache der Gäste“ – was genau setzen Sie von hier aus für den Gast, der in den Rheingau kommt, um?

Im Endeffekt sind wir hier der strategische Kopf der touristischen, beziehungsweise Wein-touristischen Vermarktung der Region. Hier werden Konzepte und strategische Ausrichtung für den Rheingau definiert. Dazu zählt alles, was das Thema Wein-Tourismus angeht, beispielsweise auch Dinge wie die Infrastruktur für die Gäste. Wir planen hier Urlaubsmagazine, die herausgegeben werden, geben Freizeit-Tipps, schnüren Angebote für Gäste, die danach fragen. Außerdem sind wir mit der Website und in den Sozialen Medien aktiv, um diese Angebote nach Außen zu tragen.

Wir befinden uns hier im „Haus der Region“, einem Gebäude mit Geschichte. Wie lange haben Sie hier schon Ihren Sitz?

Das Haus der Region wurde 2016 von dem RTKT, dem Rheingauer Weinbauverband und der Rheingauer Weinwerbung bezogen. 2017 kam der Zweckverband Rheingau in diese institutionelle Wohngemeinschaft mit dazu. Somit können wir alle Facetten der Region hier abbilden, denn alle Akteure, die für die Region tätig sind, kommen hier zusammen.

Was können Sie zur Geschichte des Gebäudes erzählen?

Hier war ein Architekturbüro, man sieht es ja an dem Konzept und der Architektur und Gestaltung der Räume. Die haben es sich hier schön und gemütlich gemacht. Dadurch können wir heute hier in einer angenehmen Atmosphäre arbeiten und miteinander „leben“ – man verbringt ja doch viel Zeit auf der Arbeit mit den Kollegen.

Das ganze Haus ist sehr offen gestaltet, das passt auch zu uns, die Kommunikation ist hier offen – alle Organisationen arbeiten miteinander, Hand in Hand. Das sieht man in der Architektur und das leben wir auch hier.

Viel Holz und Licht im Haus der Region

Wo liegen die Schnittstellen zwischen den einzelnen Organisationen? Welche Aufgaben nehmen diese jeweils wahr?

Die Rheingauer Weinwerbung ist wie der Name schon sagt für die klassische Wein-Werbung für die Wein-Region Rheingau zuständig. Wir kommunizieren dem Wein-Interessierten, welche tollen Weine, Winzer und Vinotheken wir hier haben. Das machen wir regional und national.

Alles was touristisch gelagert ist, das heißt, welche Sehenswürdigkeiten es gibt, was die touristischen Leistungsträger bieten und was es sonst hier in der Region zu entdecken gibt, das leistet wiederum die RTKT. Natürlich dabei mit inbegriffen ist der die Region prägende Wein, da liegt dann die erste Schnittstelle zur Weinwerbung.

Die nächste Schnittstelle haben wir, wenn der Gast in der Region ist. Dann möchte er die Region erleben – das kann er auf entlang des Rheins, in den Weinbergen, wir haben Wanderwege, die wir zur Verfügung stellen – und hier kommt der Zweckverband Rheingau als Körperschaft des öffentlichen Rechts ins Spiel. Die Verkehrssicherungs-Pflicht zählt da beispielsweise zu den Verantwortlichkeiten oder der Ausbau des Regionalparks entlang des Rheins. Auch die Wanderwege werden hier betreut, neue Wanderwege geplant, eben alles, was die Infrastruktur für den Gast betrifft.

So passen alle Schnittmengen zusammen und wir haben kurze Abstimmungswege. Wir stimmen ab „Was können wir Gutes für den Gast in der Region tun? Wer kann diese Leistung auch umsetzen?“

Der Probecksche Hof in Oestrich-Winkel

Eigentümer des Probeckschen Hofes ist Winfried Freimuth von Freimuth BauConsult.

Im Jahr 2000 hat er zusammen mit seinem Geschäftspartner die Location erworben. Die Immobilie war zu diesem Zeitpunkt in einem sehr schlechten Zustand und teilweise verfallen.

Das in der Folge entstandene Sanierungskonzept sah für das alte Gutshaus die Integration von insgesamt 8 individuellen, hochwertigen Wohnungen vor. Die Scheune sollte als Büro ausgebaut werden. Das Büro wurde dann 15 Jahre lang als Architekturbüro nutzt.

Entwurfsidee und Sanierungsziel war zunächst der Erhalt der überkommenen baulichen Substanz sowie die Verbindung der vorgefundenen baulichen Strukturen mit einer modernen und hochwertigen Gestaltung bei gleichzeitig größtmöglicher Offenheit des Raumes. Insbesondere sollte das mächtige Sprengwerk, das Decken und Dach trägt, sichtbar bleiben. Der heutige Zustand, den der RTKT nutzt, entspricht  aufgrund der vielen Glaswände nicht mehr ganz der Situation wie in 2000.

Die besondere Herausforderung vor und während der Sanierung war das Einvernehmen mit der Denkmalschutzbehörde herzustellen.

Zu Freimuth BauConsult
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