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Die Wiederbelebung des Kaiserlichen Postamtes in Bad Homburg

Nach der Zerstörung des Dachaufbaus durch ein Feuer im Jahr 1945 zeigt sich heute das Kaiserliche Postamt in Bad Homburg nach der Sanierung durch Peter Löw und sein Unternehmen, die Willy A. Löw AG, gegenüber vom Kurhaus der Stadt wieder in voller Pracht.

Die Geschichte des Kaiserlichen Postamtes

Dort, wo heute das Kaiserliche Postamt steht, stand früher der „Europäische Hof“, ein Hotel, das im Jahr 1890 von der Kaiserlichen Post erworben und abgerissen wurde.
Ein Jahr später begannen die Bauarbeiten des Kaiserlichen Postamtes, das dann 1893 fertiggestellt und eingeweiht wurde.
Der Schriftzug an der Fassade über der Uhr zeigte jedoch das Jahr 1892, so wurde es auch bei der Sanierung wieder übernommen.

Direkt gegenüber des Kurhauses in Bad Homburg gelegen sollte das Kaiserliche Postamt auch optisch ins Gesamtbild passen.
Entworfen hat das Gebäude Max Ludewig, der im Entwurf den Geschmack der wilhelminischen Ära transportiert hat.

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Zerstörung des Dachaufbaus im Krieg

Bad Homburg war eigentlich nie ausgewiesenes Ziel eines Luftangriffes.
Um 14.45 Uhr am 08. März 1945 jedoch fielen Bomben auf die Stadt, die unter anderem das Kurhaus und die an das Kaiserliche Postamt grenzenden Gebäude trafen.

Feuer, das von den Nebengebäuden auf das historische Walmdach des Kaiserlichen Postamtes überschlug, zerstörte Walmdach und Frontispiz vollständig. Der Brand konnte gelöscht werden, da die Postbeamten die oberen Etagen selber bewohnten.
Das errichtete Notdach in Form eines gewöhnlichen Satteldaches hatte bis ins Jahr 2017 Bestand. 

Restauration durch die Willy A. Löw AG dauerte knapp ein Jahr

Mit der Rekonstruktion des historischen Dachaufbaus wurde im Frühjahr 2017 durch die Willy A. Löw AG aus Bad Homburg begonnen. Ein Jahr später waren die Arbeiten am Dach beendet.

Damit die Arbeiten am eigentlichen Dach im Trockenen erledigt werden konnten, wurde ein Gerüst mit einem Notdach über die gesamte Gebäudebreite errichtet.

Die obere Etage wurde mit einem Ringanker aufgestockt. Auf diesem und der folgenden Stahlkonstruktion sollte später das neue Dach ruhen.
Da der Innenraum stützenfrei ausgeführt werden sollte, musste der Stahlrahmen so ausgebildet werden, dass alle Lasten aus dem oberen Dachabschluss und dem Belvedere, in die Außenwände geleitet werden konnten. Der neue Dachstuhl wurde als Walm- und Satteldach mittels einer Holzkonstruktion in den Stahlrahmen integriert.

Kaiserliches Postamt. Ein Punkt und viele Fragen

Der Schriftzug an der Fassade „Kaiserliches Postamt.“ hat eine kleine Besonderheit, denn er endet mit einem Punkt.
Bisher konnte noch niemand erklären, weshalb man das so gemacht hat.
Der Punkt wurde natürlich übernommen und sorgt somit auch schon mal ab und an für fragende Gesichter und Gespräche.

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